Das ernährungstherapeutische Konzept

Bei Erkrankungen der Leber, Galle, des Pankreas und des Darms stehen Krankheitsaktivität und Ernährung in einer Wechselbeziehung. Das Entzündungsgeschehen verursacht bei chronischen Darmerkrankungen eine Schädigung der Darmschleimhaut und führt bei Funktionsstörungen der Leber, Galle und des Pankreas zu Verdauungsstörungen. Die richtige Ernährung spielt bei diesen Erkrankungen eine wichtige Rolle und hat einen positiven Einfluss auf den Verlauf entsprechender Krankheiten.

Durch Störungen bei der Verdauung (Maldigestion) und durch Störungen in der Ausnutzung von Nährstoffen (Malabsorption), kann es zu Mangelerscheinungen kommen. Mit der Entwicklung spezieller Ernährungstherapeutika werden dem Patienten Produkte geboten , die die Bildung von entzündungsübermittelnden Substanzen beeinflussen, die Arzneitherapie unterstützen und das Erkrankungsrisiko aufgrund Nährstoffmangel vermindern.

Bei chronisch entzündlichen Darmerkrankungen z. B. stehen Krankheitsaktivität und Ernährungszustand in einer besonders intensiven Wechselbeziehung. Das Entzündungsgeschehen verursacht eine Schädigung der Darmschleimhaut. Dadurch ist die Verwertung und Aufnahme von Nährstoffen in den Organismus eingeschränkt und der Nährstoffbedarf erhöht.

Die Bedeutung der Fettsäuren bei Verwertungsstörungen wird allgemein unterschätzt. Dabei ist zu beachten, dass mehrfach ungesättigte Fettsäuren wie z.B. Alpha-Linolensäure (ALA) oder Docosahexaensäure (DHA), die der Körper nicht selbst produzieren kann, ausreichend zugeführt werden müssen.