GLOSSAR

ADEK:  Abkürzung für die fettlöslichen Vitamine A, D, E, K.
ALA:  Abkürzung für ‚α-Linolensäure’, eine mehrfach ungesättigte Omega-3-Fettsäure, die in hoher Konzentration in photosynthetisch aktiven Pflanzenblättern (z. B. Perilla frutescens) vorkommt.
Arachidonsäure:  Eine mehrfach ungesättigte Omega-6-Fettsäure, die an entzündlichen Prozessen beteiligt im Körper ist.
B-CEZISE:  Abkürzung für die wasserlösliche Vitamine B und C plus Eisen, Zink, Selen.
Carrier-System:  Physikalische oder chemische Verbindung zweier oder mehrerer Stoffe, die dem Transport eines Stoffes an eine bestimmte Stelle im Organismus dient.
CED:  Abkürzung für ‚Chronisch entzündliche Darmerkrankungen’.
DGE-Empfehlung:  Kennzeichnet Nährwertangaben, die den Empfehlungen zur vollwertigen Ernährung der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) folgen.
DHA:  Abkürzung für ‚Docosahexaensäure’, eine mehrfach ungesättigte Omega-3-Fettsäure, die von Natur aus in fettem Fisch vorkommt.
EBD:  Abkürzung für ‚Ergänzende Bilanzierte Diät’, eine spezielle Ernährungsweise, die auf das besondere Ernährungsbedürfnis des Patienten abgestimmt ist. ‚Bilanziert’ verweist auf den Anspruch der ausgewogenen Nährstoffzufuhr. EBD gelten als Lebensmittel.
EPA:  Abkürzung für ‚Eicosapentaensäure’, eine mehrfach ungesättigte Omega-3-Fettsäure, die von Natur aus in fettem Fisch vorkommt.
Entzündungsmodulation:  Abschwächen eines entzündungsfördernden Prozesses – idealerweise bis zum Stillstand - durch ein Mittel oder eine spezifische Ernährungs- oder Verhaltensweise.
Essentielle Fettsäure:  Fettsäure, die der menschliche Körper nicht selbst bilden kann und seinem Stoffwechsel daher über die Nahrung zuführen muss.
Freie Radikale:  Hochreaktive organische Verbindungen, häufig aus Sauerstoff, die zelluläre Verbindungen durch Oxidation zerstören und dadurch letztendlich sogar einzelne Chromosomen verändern können.
FS:  Abkürzung für ‚Fettsäure’.
Gesättigte Fettsäuren:  Fettsäuren, bei denen alle vorhandenen Kohlenstoffatome mit Wasserstoffatomen gesättigt sind. Benachbarte Kohlenstoffatome sind nicht mehr durch Doppelbindungen verknüpft. G. F. können deshalb nicht mehr mit freien Wasserstoffatomen reagieren.
Leukotriene:  Körpereigene Entzündungs- und Allergie-Botenstoffe, die beim Abbau von Fettsäuren in den weißen Blutkörperchen entstehen. Vgl. auch ‚Prostaglandine’.
Mikronährstoffe:  Nährstoffe wie Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelemente, die der menschliche Organismus über die Nahrung aufnehmen muss, ohne dass sie Energie liefern. M. sind zum Beispiel am Aufbau von Makromolekülen und an vielen Enzymreaktionen beteiligt.
Makronährstoffe:  Nährstoffe wie Fett, Kohlenhydrate, Eiweiß, die dem menschlichen Organismus die für den Stoffwechsel notwendige Energie liefern.
Maldigestion:  Krankhafter Zustand, bei dem Nahrung nicht mehr/nur unzureichend in ihre resorbierbaren Bestandteile aufgespalten werden kann.
MCT:  Abkürzung für ‚mittelkettige Trygliceride’ bzw. mittelkettige Fette. MCT werden vom Körper nicht in das Fettgewebe eingelagert und versorgen diesen rasch und über längere Zeit mit Energie.
Omega-3-Fettsäuren:  Gruppe der mehrfach ungesättigten Fettsäuren mit entzündungs-hemmender Wirkung.
Omega-3-Index:  Anteil der beiden Omega-3-Fettsäuren Eicosapentaensäure und Docosahexaensäure im Verhältnis zu Omega-6-Fettsäuren in den roten Blutkörperchen eines Menschen.
Omega-6-Fettsäuren:  Gruppe der mehrfach ungesättigten Fettsäuren mit entzündungs-fördernder Wirkung.
Oxidation:  Chemische Reaktion, bei der Elektronen zwischen zwei Stoffen wandern; meist mit Sauerstoffaufnahme verbunden.
Oxidative Schäden:  Schädigung des Organismus durch Freie Radikale.
Prostaglandine:  Körpereigene Schmerz-, Entzündungs- und Fieber-Botenstoffe, die beim Abbau von Arachidon- und Eicosapentaensäure entstehen. Vgl. auch ‚Leukotriene’.
Radikalfänger:  Stoffe, die den Organismus vor oxidativen Schäden schützen, indem sie freie Radikale durch chemische Bindung neutralisieren. Typische Beispiele sind die Vitamine C und E. Auch Selen, Zink und Eisen sind an antioxidativen Prozessen beteiligt.
Perilla frutescens:  Eine mit der Taubnessel verwandte Pflanze, aus deren Samen ein Öl mit mehr als 60% ALA-Anteil gewonnen werden kann.
PUFA:  Gebräuchliche Abkürzung für ‚polyunsaturated fatty acid’). Synonym für ‚mehrfach ungesättigte Fettsäuren’.
Ungesättigte Fettsäuren:  Fettsäuren, bei denen mind. zwei benachbarte Kohlenstoffatome durch Doppelbindungen verknüpft sind und mit freien Wasserstoff-atomen reagieren können. Sind mehrere dieser Doppelbindungen vorhanden, spricht man von mehrfach ungesättigten Fettsäuren.
Xylose:  Synonym für ‚Holzzucker’, eine Zuckerart, die vom Organismus nicht abgebaut und unverändert wieder ausgeschieden wird.